Boerseninfo-Shop
Unsere Idee
Info-Shop
Profi-Fondsanalyse
ExpertenWort
Spr├╝che
Geschichten
OS-Varianten
Impressum
Haftung

Der Info-Shop f├╝r
B├Ârsenbriefe, B├Ârsendienste, B├Ârsianer und Spekulanten.

G E S C H I C H T E N
rund um B├Ârse, Geld, Gier und Leidenschaft, aus denen der eine oder andere durchaus etwas lernen kann...

*1* Tulpen aus Amsterdam .....
*2* M├Ąrchen der Gebr├╝der Grimm, der Gebr├╝der Hunt.....
*3* Goldgr├Ąberstimmung und ihre Folgen.....
*4* Geldvernichtung im Panama - Kanal .....
*5* Die Japan - AG .....
*6* Kein Geld im Kornfeld - oder die gro├če Geldvernichtung mit Cornfeld.

Tulpen aus Amsterdam ...

Spekulationsblase in ÔÇ×Tulpen“, keine Angst, das war in Holland zwischen 1633 und 1637.

Tulpen galten damals wie heute als sch├Ân und farbenpr├Ąchtig, zus├Ątzlich damals aber auch als Statussymbol.
Nur wohlhabende Menschen konnten sich Tulpen, wovon es ├╝ber 100 verschiedene Arten gab, leisten. 

Die Preise der Tulpen stiegen ├╝ber die Jahre immer weiter an. Ob begr├╝ndet oder unbegr├╝ndet, die Tulpe wurde
von der Blume zum Statussymbol und nun zum Spekulationsobjekt, da findige Gesch├Ąftsleute am schnellen ÔÇ×durchhandeln“ der Tulpenzwiebeln gro├če Gewinne erzielten.

Ein Hand voll Tulpenzwiebeln entsprachen damals durchaus dem Wert eines Hauses. 

Obwohl Tulpenzwiebeln ein gewisses Risiko beinhalten, das Ergebnis der Bl├╝te steht ja noch aus, die Preise
aber st├Ąndig weiter stiegen und ÔÇ×Tulpen“ das Gespr├Ąchsthema waren, kauften viel Leute Tulpenzwiebeln,
auch Leute, die weder Ahnung noch ausreichend Geld hatten.

Die Hoffnung auf schnelle Gewinne, auf Reichtum und auf ein sorgenfreies Leben schalteten jeglichen
normalen Menschenverstand aus.

 Niemand wollte was verpassen, alle wollten reich werden. So ├Ąnderte sich der Saisonhandel der Tulpen
auf einen Ganzjahreshandel und der Tauschhandel (Ware gegen Geld) in einen Wertpapierhandel
(Rechte auf Tulpen gegen Geld). Dies alles zum Teil auf Kredit, in Spekulationsgemeinschaften und mit schnellstm├Âglichem Weiterverkauf.

Niemand wollte und konnte sich ein Ende der steigenden Preise f├╝r Tulpen vorstellen und doch,
es kam. Preise vielen, keine neuen K├Ąufer wurden gefunden,
der Markt f├╝r Tulpen und Tulpenzwiebeln brach zusammen.

Der holl├Ąndischen Tulpenschwindel endete schlagartig 1937 und ruinierte Volksmassen.

So bleibt festzuhalten, da├č “oftmals den letzten die Hunde bei├čen”, und
“der Schuster bei seinen Leisten bleiben soll”.

Die Silberspekulation der Gebr├╝der Hunt ...

├ähnlich der Gebr├╝der Grimm, die sehr erfolgreiche M├Ąrchen verfasst haben, so wollten die Gebr├╝der Hunt
(Nelson Bunker Hunt, William Herbert Hunt und Lamar Hunt) sehr reich mit Silberspekulationen werden.

Es war einmal ein kleiner und ├╝berschaubarer Silbermarkt ...

Der Silberpreis war vermeintlich niedrig mit Kursen um 3 US $ je Unze. Die Gebr├╝der Hunt waren der Ansicht,
da der Silbermarkt relativ klein ist und war, mit gro├čen K├Ąufen und Horten des Silbers nach Belieben den
Markt zu beherrschen und somit die Preise zu ihren Gunsten manipulieren zu k├Ânnen (1973).

Sie kauften gro├če Mengen Silber, teilweise ├╝ber Strohm├Ąnner, und horteten das Silber, bis ihnen rund die H├Ąlfte
des verf├╝gbaren Silbers geh├Ârte und sie den Silbermarkt k├╝nstlich verknappt hatten. Durch die st├Ąndigen K├Ąufe,
die dadurch entstehende Knappheit und Ger├╝chte stieg der Unzenpreis f├╝r Silber auf knapp 50 US $.

Doch wie sooft wird bei Spekulationen erst am Ende abgerechnet:

Der ├╝beraus hohe Silberpreis war verlockend zur Gewinnmitnahme.Tafelsilber und Schmuck wurden verkauft,
M├╝nzen eingeschmolzen um durch den Verkauf des Silbers zu profitieren (1979).

So kam es, dass das manipulierte Preisgebilde “Silber” zusammenbrach und die New Yorker B├Ârse den
Silberhandel stoppte, noch bevor die Gebr├╝der Hunt ihre Gewinne realisieren konnten. Sie verloren bei dieser Silberpreismanipulation - die h├Ąufig auch als “Silver Thursday”, “Silberkomplott” oder “silber cornern”
bezeichnet wird - etwa 2 Milliarden US $.

So bleibt festzuhalten, da├č nur wenige Leute “aus Silber Gold machen k├Ânnen”
und “an der B├Ârse nicht geleutet wird”.

Goldgr├Ąberstimmung und ihre Folgen ...

Immer wiederkehrend gab es in der j├╝ngeren Geschichte Phasen, in denen der schnelle Reichtum scheinbar
f├Ârmlich auf der Stra├če zu liegen schien und ein jeder dabei sein wollte. Zudem ist die Gier ein gef├Ąhrlicher
Antrieb und endet bei vielen Leuten in der so genannten Halskrankheit, deren Symptom es ist,
“den Hals nicht voll zu kriegen”.

Die Goldgr├Ąber, die mit dem Auswaschen des Goldes schnellen Reichtum erringen wollten, reisten von
weitem an, verlie├čen ihre Familien und ihre Jobs, nur um “dabei zu sein”. Nur wenige fanden viel Gold,
die meisten fanden nichts oder wenig, waren aber durch Kauf von Goldgr├Ąber-Ger├Ąt
und oder Alkohol verschuldet bzw. arm,
manchmal auch, durch die Gier und Streitereien untereinander, tot. Reich wurden nur die H├Ąndler,
die Sch├╝ppen und Schaufeln etc. ohne Risiko verkauft haben und damit das gro├če Geld verdienten.
Diese Phase bezeichnet man - na klar - als “Goldgr├Ąberstimmung” und dieser Begriff wird bis heute
f├╝r verschiedenste, aber ├Ąhnliche Situationen verwendet.

Bei den ├ľlfunden z.B. wurden nicht die ├ľlfinder, sondern die Firmen, die Bohrausr├╝stungen und Zubeh├Âr
herstellten und verkauften bzw. die Aufk├Ąufer und Verarbeiter reich.

Wo gibt es heutzutage eine “Goldgr├Ąberstimmung” und haben wir aus der Vergangenheit etwas gelernt?

Neu-Emissionen, wo niemand wissen wollte, was die Firma genau macht, soweit sie .com oder .de hie├č
(geschweige denn sie richtig aussprechen konnte), oder Aktiengesellschaften des Neuen Marktes die,
“eine Garage - 2 Mitarbeiter - eine Firmengeschichte von 18 Monaten - aber eine vage Vision hatten” und
somit an der B├Ârse mit hunderten von Millionen DM bewertet wurden, sind Beispiele j├╝ngster Art.

Echte High-Tech-Firmen, die als Technologief├╝hrer Zulieferer und Ausstatter der Internetfirmen mit
Netzausr├╝stung, Breitbandkabel oder neuartigen Sicherheitssystemen sind, sind rar, aber sie sind
die wahren Wachstumsfirmen, die nicht nur eine Idee oder Vision haben, sondern echte Ums├Ątze und
Gewinne erzielen und somit die erfolgreichen “Goldgr├Ąber-Zubeh├Âr-H├Ąndler” von heute sind.

Zum Abschlu├č:

Gro├če Vorsicht ist immer dann geboten, wenn die sogenannte “Goldgr├Ąberstimmung” herrscht und
es scheint als sei die redliche Arbeit und deren Entlohnung reine Zeitverschwendung.

So bleibt festzuhalten, da├č es immer wieder Goldgr├Ąber, Neuaktion├Ąre und Tr├Ąumer geben wird,
die nicht ber├╝cksichtigen, da├č “an einer Gewinnmitnahme noch niemand gestorben ist” und “...
es nach jedem Traum einen Morgen danach gibt”.

Geldvernichtung im Panama – Kanal ...

Schon immer wurden Geldanleger, Spekulanten und Anleger von Weltereignissen magisch angezogen. Als die Geschichte des Panama-Kanalbaus vom franz├Âsischen Erbauer Lesseps in Umlauf gebracht wurde, fanden sich Tausende von Sparern - haupts├Ąchlich Franzosen - die breitwillig Ihre Gelder in dieses Gro├čprojekt um 1870 investierten, schlie├člich galt es mit dem Bau den Atlantik mit dem Pazifik zu verbinden.

Aktien und Anleihen des Kanalbauers ÔÇ×gingen weg wie warme Semmeln“, genauso wie das Geld, denn
die Firma verwandte ein falsches Verfahren und die immer weiter steigenden Kosten trieben
die Panama-AG 1890 in den Bankrott. Es wurde gelogen und bestochen, um die Wahrheit nicht
zu ver├Âffentlichen und den Geldstrom weiter sprudeln zu lassen. Insgesamt verloren
ca. eine Millionen Franzosen Ihr eingesetztes Geld.
Lesseps wurde wegen Betruges angeklagt. 1914 waren die Amerikaner mit dem
Bau des Panama-Kanals fertig, nachdem sie den Franzosen die Konzession abgekauft hatten.

So bleibt festzuhalten, dass ÔÇ×gut Ding Weile braucht“. 

Die Japan – AG ...

In den 80iger Jahren dachte noch niemand an den Neuen Markt, da ÔÇ×machte“ man noch in Japan.. .
Weltweit vertraten die Spekulanten den Glauben, die Japaner seien das Ma├č aller Dinge und die japanische
Wirtschaft sei unantastbar. KGV s von 40 oder 60...uninteressant, Restlaufzeit von Optionsscheinen...
uninteressant und ..womit verdient die Firma ihr Geld... uninteressant. Die Begeisterung der Geldmaschine
fand nat├╝rlich Niederschlag in den B├Ârsenkursen. 1989 kostete die gr├Â├čte japanische Telefongesellschaft
soviel wie alle anderen Aktien der Welt zusammen, Grundst├╝cke waren unbezahlbar und der Nikkei-Index war
auf sagenhaften 38.915 Punkten. Banken gingen Pleite, Immobilienpreise verfielen, Kreditsicherheiten
schmolzen dadurch dahin. Von dieser Rezession und einem Nikkei-Stand um 11.000 bis 15.000
hat sich Japan bis heute nicht erholt.

So bleibt festzuhalten, dass eine Firma, die z.B. Reifen produziert am besten auch Reifen produzieren sollte.

Kein Geld im Kornfeld - oder die gro├če Geldvernichtung mit Cornfeld ...

Einer der gr├Â├čten Geldvernichter der Fondsindustrie:
Zu Beginn der 70er Jahre betrat mit Bernie Cornfeld ein -ehemaliger Taxifahrer und Playboy -
Mann die Fondsb├╝hne, der bevorzugt bundesdeutsche Anleger um fast eine Milliarde Mark brachte.

Dabei vermittelte er - und zahlreiche seiner Vertriebler - ├╝ber seine Firma IOS
(Investors Overseas Services) Fonds, die das eingesammelte Geld in Aktien,
Fonds und Zertifikaten in von ihm selbst gegr├╝ndeten Firmen investierten. 

Als dieses “selbstgestrickte “ Dachfondskonzept aufflog, hatte Deutschland den ber├╝chtigten
IOS-Skandal. Grund genug, dass in Deutschland jahrelang der Dachfonds-Vertrieb verboten war. 

Bernie Cornfeld war ca. 1 Jahr im Gef├Ąngnis und wurde lange Zeit weltweit von
aufgebrachten Anlegern verfolgt. Er verstarb 1995. 

Es bleibt festzuhalten, dass: “Vertriebsmaschinen“ selten die K├Ąufer reich machen.

 Zur├╝ck zur Startseite!

 copyright by cr iserlohn 2000 - 2004